Ehud Goldwasser.html

 
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Ehud Goldwasser auf einem Foto, das seine Familie veröffentlichte
Ehud Goldwasser auf einem Foto, das seine Familie veröffentlichte

Ehud (Udi) Goldwasser (hebräisch ‏אהוד גולדווסר‎; vollständig Ehud Ben Malka Goldwasser, * 18. Juli 1975 in Naharija; † Juli 2006) war ein israelischer Soldat. Er wurde am 12. Juli 2006 durch die Hisbollah in der Operation Gehaltenes Versprechen zusammen mit Eldad Regev gefangengenommen. Die Gefangennahme war Mitauslöser für den Libanonkrieg 2006, bei dem insgesamt über 1500 Menschen getötet wurden. Am 29. Juni 2008 erklärte die israelische Regierung, dass Ehud Goldwasser und Eldad Regev vermutlich tot seien.[1] Am 16. Juli 2008 wurden seine sterblichen Überreste nach Israel überführt und identifiziert.[2]

Bearbeiten Leben

Goldwasser lebte in Nahariya. Er arbeitete am Technion, dem israelischen Institut der Technologie, wo er ein Diplom im Bereich Umweltingenieur erhielt. Als Jugendlicher lebte Goldwasser mit seinen Eltern und seinen beiden Brüdern in Südafrika. Er war verheiratet. Goldwasser diente als Reservist in der israelischen Armee und stand im Rang eines Master Sergeant; postum wurde er zum Sergeant Major befördert.[3]

Bearbeiten Entführung

Poster mit den vermissten Soldaten 2007
Poster mit den vermissten Soldaten 2007

Nach Informationen der israelischen Armee (IDF) begann nach einem Beschuss von Katjuscha-Raketen durch die Hisbollah ein Kampf an der israelisch-libanesischen Grenze. Die Hisbollah attackierte nach dem Bericht zwei gepanzerte Fahrzeuge in der Nähe der israelischen Stadt Zar'it und entführte zwei Soldaten Israels. Die Gefangennahme der beiden Soldaten, um Israel damit zu einem Gefangenenaustausch zu zwingen, wie es die Hisbollah erklärt hat, wird von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch als Geiselnahme und Kriegsverbrechen eingestuft.[4]

Am 16. Juli 2008 wurden die sterblichen Überreste von Goldwasser und Regev an Israel übergeben, im Austausch für vier libanesische Kriegsgefangene sowie den verurteilten Terroristen Samir Kuntar[5], der 1979 an der Spitze eines palästinensischen Terrorkommandos fünf Israelis ermordete, darunter ein vierjähriges Mädchen.

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. Haaretz: Minister opposed to deal: Swap victory for Hezbollah
  2. Frankfurter Allgemeine:Gefangenenaustausch
  3. Haaretz.com, 17. Juli 2007
  4. HRW: Was Hezbollah's capture of Israeli soldiers lawful?, 2. August 2006
  5. Welt.de Austausch mit Hisbollah:[1]
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